Schaumseife ist ein flüssiges Handwaschmittel, das im Spender mit Luft vermischt und bereits als Schaum ausgegeben wird. Dadurch verteilt sie sich schneller auf der Haut, benötigt weniger Wasser beim Ausspülen und ist je Waschvorgang deutlich ergiebiger als Flüssigseife.
Schaumseife hat sich im Objektbereich weitgehend gegen klassische Flüssigseife durchgesetzt. Der Grund ist weniger die Haptik als die Wirtschaftlichkeit.
Wie sie funktioniert
Im Spender wird die Seifenlösung durch eine Pumpe mit Luft vermischt und durch ein feines Sieb gepresst. Es entsteht ein stabiler Schaum, der bereits einsatzfertig auf der Hand landet. Bei Flüssigseife muss dieser Aufschäumvorgang erst durch Reiben unter Wasser erfolgen – ein Schritt, den viele Nutzer abkürzen.
Vorteile im Objektbereich
- Geringerer Verbrauch – eine Portion Schaum enthält deutlich weniger Seifenkonzentrat als eine vergleichbare Portion Flüssigseife
- Kürzere Waschzeit – der Schaum verteilt sich sofort, das Aufschäumen entfällt
- Weniger Wasserverbrauch – Schaum lässt sich schneller ausspülen
- Weniger Verschmutzung am Waschplatz – Schaum tropft kaum, Flüssigseife hinterlässt Spuren am Becken
- Geringeres Abfallvolumen je Waschvorgang
Spendersysteme
Man unterscheidet zwei Bauarten. Bei Kartuschensystemen sitzt die Pumpe in der Nachfüllkartusche und wird bei jedem Wechsel mit erneuert – hygienisch vorteilhaft, da keine Altrückstände im System verbleiben, aber an das jeweilige Fabrikat gebunden. Bei Nachfüllsystemen wird ein Tank befüllt; das ist günstiger und flexibler, erfordert aber regelmäßige Reinigung des Behälters, da sich sonst Biofilme bilden können.
Ein Nachfüllen von Flüssigseife in nicht gereinigte Behälter, das sogenannte Topping-up, ist im professionellen Umfeld nicht zulässig.
Sensorspender
Berührungslose Spender vermeiden den Kontakt mit einer potenziell kontaminierten Oberfläche unmittelbar vor dem Waschen. In Sanitärbereichen mit hoher Frequenz und in medizinischen Einrichtungen sind sie Standard, benötigen aber Batterien oder Netzanschluss und eine gelegentliche Sensorreinigung.
Auswahl
Für häufiges Waschen sind milde, seifenfreie und pH-hautneutrale Waschlotionen den klassischen alkalischen Seifen vorzuziehen. Parfüm- und farbstofffreie Varianten sind bei sensiblen Nutzergruppen und im Lebensmittelbereich sinnvoll. Das eingesetzte Produkt gehört in den Hautschutzplan.