Hygienepapier

Auch bekannt als: Tissuepapier, Sanitärpapier, Hygienepapiere

Hygienepapier ist der Sammelbegriff für saugfähige Papiere zur einmaligen Verwendung in Sanitär-, Küchen- und Pflegebereichen. Dazu zählen Toilettenpapier, Papierhandtücher, Handtuchrollen, Küchenrollen, Putzpapier, Kosmetiktücher, Taschentücher und Liegenabdeckungen. Hergestellt wird es aus Frischfaserzellstoff, Recyclingfasern oder einer Mischung beider Rohstoffe.

Hygienepapier bezeichnet weiche, saugfähige Papiere, die für den einmaligen Gebrauch bestimmt sind und nach der Benutzung entsorgt werden. Fachsprachlich spricht man auch von Tissue. Die Abgrenzung zu grafischen Papieren liegt weniger im Rohstoff als in der Herstellung: Hygienepapier wird gekreppt, also mikroskopisch gestaucht, und dadurch voluminös, weich und aufnahmefähig.

Welche Produkte gehören dazu?

  • Sanitärbereich – Toilettenpapier als Klein- oder Großrolle, Papierhandtücher, Handtuchrollen, Toilettensitzauflagen
  • Küche und Produktion – Küchenrollen, Putzpapier, Industriepapierrollen, Wischtücher aus Papier
  • Praxis und Pflege – Ärztekrepp, Liegenabdeckungen, Kosmetiktücher, Mundtücher
  • Persönlicher Bedarf – Taschentücher, Servietten

Rohstoffe

Frischfaserzellstoff liefert lange, unbeschädigte Fasern und damit hohe Weichheit, gleichmäßige Optik und gute Nassfestigkeit. Recyclingfasern stammen aus sortiertem Altpapier, das im Deinking-Verfahren von Druckfarben befreit wird. Sie sind kürzer und dunkler, ökologisch aber deutlich günstiger in der Bilanz. Viele Produkte im Objektbereich kombinieren beides.

Qualitätsmerkmale

Entscheidend für den Praxiseinsatz sind vier Größen: die Anzahl der Lagen, die Grammatur in Gramm pro Quadratmeter, die Saugfähigkeit und die Nassfestigkeit. Ein zweilagiges Papier mit hoher Nassfestigkeit kann in der Reinigung leistungsfähiger sein als ein dreilagiges Komfortpapier, das bei Feuchtigkeit zerfällt. Für Spendersysteme kommt die Falzart hinzu – V-Falz, Z-Falz, C-Falz oder Interfold müssen zum Spender passen.

Beschaffung im Objektbereich

Im gewerblichen Einsatz zählt nicht der Preis pro Packung, sondern der Preis pro Anwendung. Ein ergiebigeres Papier senkt Verbrauch, Nachfüllaufwand und Abfallmenge zugleich. Große Rollenlängen und Spendersysteme mit Einzelblattausgabe reduzieren den Verbrauch spürbar gegenüber offen liegenden Stapeln.

Zertifikate

Verbreitet sind der Blaue Engel für Recyclingprodukte sowie FSC und PEFC für Frischfasern aus verantwortungsvoller Forstwirtschaft. Für Papiere mit Lebensmittelkontakt gelten zusätzliche Anforderungen; hier ist auf die Herstellererklärung zu achten.

Normen und Prüfverfahren

DIN EN ISO 536 DIN EN ISO 12625 DIN EN 643 Blauer Engel DE-UZ 5

Häufige Fragen zu Hygienepapier

Was zählt alles zu Hygienepapier?

Zum Hygienepapier zählen Toilettenpapier, Papierhandtücher und Handtuchrollen, Küchenrollen, Putzpapier und Industriepapierrollen, Kosmetiktücher, Taschentücher, Servietten sowie Ärztekrepp und Liegenabdeckungen. Gemeinsam ist allen die Einmalverwendung und die gekreppte, saugfähige Papierstruktur.

Ist Recyclingpapier hygienisch unbedenklich?

Ja. Bei der Aufbereitung durchläuft das Altpapier mehrere Reinigungs- und Deinkingstufen sowie eine Trocknung bei hohen Temperaturen. Für den direkten Lebensmittelkontakt sollten Sie dennoch gezielt Produkte wählen, für die der Hersteller eine entsprechende Eignung erklärt.

Wie viele Lagen sind sinnvoll?

Für Toilettenpapier im Objektbereich sind zwei Lagen der übliche Standard, drei Lagen gelten als Komfortqualität. Bei Papierhandtüchern entscheidet weniger die Lagenzahl als die Nassfestigkeit und Saugfähigkeit – ein gutes zweilagiges Handtuch trocknet die Hände mit einem Blatt.

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